Grundschule Wendlandstraße

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Unser Medienkonzept ©

Stand Mai 2017


Vorwort
 
Das Ziel der Schule ist es, die Schülerinnen und Schüler zu mündigen Bürgern zu erziehen und ihnen viele Möglichkeiten zu bieten, um wichtige Erfahrungen für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu sammeln. In der heutigen Zeit sind Fertigkeiten und Fähigkeiten im IT-Bereich unabdingbar, um erfolgreich am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Die Schule hat daher die Aufgabe, die Schülerinnen und Schüler im Umgang mit Medien zu schulen.  Ebenso spielt Schule eine signifikante Rolle in der Gesellschaft. Eine optimale Transparenz in das Schulleben ist unabdingbar in der heutigen Zeit. Dieses gewünschte Optimum kann mithilfe von Medien erreicht werden.  
 
1. Medien im Unterricht
 
Die Arbeit mit Medien im Unterricht hat viele Vorteile. Aktuelles in der Welt kann sofort thematisiert werden, um die Neugierde oder Sorgen und Ängste der Schülerinnen und Schüler aufzugreifen und somit ernst zu nehmen. Schwierige Zusammenhänge können mithilfe der Medien geklärt werden. Eine weitere zentrale Rolle spielt der Kinder- und Jugendschutz. Die Schülerinnen und Schüler müssen über die Risiken im Internet aufgeklärt werden. Der letzte Aspekt stellt eine wesentliche Aufgabe in Bezug auf die Medienerziehung in der Schule dar. Generell bewirkt die Arbeit am Laptop bzw. am PC bei den Schülerinnen und Schülern eine hohe Arbeits- und Lernmotivation und wird oftmals für die Differenzierung im Unterricht genutzt.  Iserv bietet die Möglichkeit die Datenbanken von Merlin und Antares zu durchsuchen und Relevantes für den Unterricht zu nutzen. „Neben zahlreichen frei zugänglichen Medien [ermöglicht Iserv] den Zugriff auf alle Inhalte, für die [die Grundschule Wendlandstraße] eine Landes-, Kreis-, Stadt- oder Schullizenz verfügt (Iserv 2017: IT-Lösungen für Schulen). (siehe 3.4)
 
2. Ausstattung unserer Schule  
 
Die Grundschule Wendlandstraße verfügt über vier mobile Medienwagen, die sich die Klassen auf den jeweiligen Korridoren teilen. Jeder Medienwagen beinhaltet
einen Beamer, ein Laptop, Lautsprecherboxen und einen Visualizer. Sie werden oftmals von den Lehrkräften genutzt, um Bilder, kleine Filme und Texte an die Wand zu projizieren. Die Medienwagen werden in fast allen Fächern eingesetzt. Des Weiteren gibt es einen Computerraum, in dem sich 15 PCs befinden, an denen zu zweit gearbeitet werden kann. Dort recherchieren die Schülerinnen und Schüler zu entsprechenden Themen, wenn sie beispielsweise Referate vorbereiten müssen oder für die Schülerzeitung recherchieren wollen. Ebenfalls im Computerraum befindet sich ein Beamer mit Anschluss an einen DVD- und einen Video-Recorder und eine große Leinwand. Dies wird oft genutzt, um Lehrfilme mit den Schülerinnen und Schülern zu schauen.  Alle 12 Klassenräume verfügen über einen Klassenlaptop, der zur Differenzierung oft genutzt wird. Auf den Laptops sind die Programme Blitzrechnen und die Lernwerkstatt 9 installiert. Die Sicherheitsanforderungen sind durch eine Virensoftware auf allen Laptops und PCs erfüllt.  Außerdem verfügt die Grundschule Wendlandstraße über eine Schullizenz für „Antolin“. Weitere Medien: - Overheadprojektoren - CD-Kassettenspieler pro Klassenraum - Musikanlage - Schülerbücherei - Lehrerbücherei - DVDs für sachunterrichtliche Themen
 
3. Einsatz im Unterricht
 
Der Einsatz mit den neuen Medien im Unterricht gehört in der Grundschule Wendlandstraße zum Alltag. In verschiedenen AGs, Begabtenförderungen und allgemeinen Förderungen wird mit Lernprogrammen, mit Open Office gearbeitet und das Internet zur Recherche genutzt.  
 
3.1 Regelunterricht
 
Im Regelunterricht werden die Computer und das Internet häufig zum Üben und zur Suche nach Informationen zu bestimmten Themen genutzt. Sie erhalten hierbei erste grundlegende Erfahrungen über einzelne Programme von Open Office und über Suchfunktionen im Internet. Bei Wochen- und Stationsarbeit wird der eigene Klassenlaptop mit eingebunden, sodass selbstständiges und verantwortungsvolles Lernen am Computer angebahnt wird (siehe auch 3.4).
 
3.2 Begabtenförderung und Förderunterricht
 
Mithilfe von Lernprogrammen (Blitzrechnen und Lernwerkstatt 9) kann jeder Schüler und jede Schülerin entsprechend ihres Lernstands gefördert und gefordert werden. Durch Doppelsteckungen können einzelne Lehrkräfte diese Kinder bei der qualitativen und quantitativen Differenzierung begleiten.  In der Deutsch-Begabtenförderung haben die Schülerinnen und Schüler beispielsweise ein Hörspiel auf dem Computer erfasst und mithilfe von Audacity erstellt und bearbeitet.  
 
3.3 AG Schülerzeitung
 
Einmal wöchentlich trifft sich die Schülerzeitungs-AG im Computerraum, um eigene Berichte zu schreiben. Dabei erhalten sich grundlegende Kenntnisse über die Arbeit mit Word. Zudem werden sie darin geschult, im Internet über bestimmte Themen zu recherchieren. Das professionelle Vorgehen und letztendlich das fertige Produkt kommen bei den Eltern als auch bei den benachbarten Schulen sehr positiv an.  
 
3.4 Iserv
 
Iserv ist eine Kommunikationsplattform. Klassen, Förder- und Begabtenfördergruppen sowie Arbeitsgemeinschaften haben die Möglichkeit, sich flexibler, schneller und datengeschützt auszutauschen.  Die Bearbeitungen von Aufgaben, die im Unterricht begonnen wurden, können als Dateien zu Hause weitergeführt oder erledigt werden. Ebenso können die zu Hause
vorbereiteten Ausarbeitungen im Unterricht aufgegriffen und an ihnen im Unterricht weitergearbeitet werden. Letzteres können Einzel- als auch Gruppenarbeiten sein.  Iserv unterstützt bezogen auf den Unterricht den schulinternen Austausch einerseits zwischen den Schülerinnen und Schülern untereinander sowie andererseits zwischen Lehrenden und Lernenden. Die Schülerinnen und Schüler können sich in Chats und Foren über unterrichtsrelevante Themen austauschen. Sie können schulrelevante Beiträge erfassen, lesen und beantworten. Zudem können Datenanhänge hinzugefügt werden, sodass bestimmte Hausaufgaben, Facharbeiten oder Wochenpläne auch am Computer erstellt bzw. bearbeitet und dem jeweiligen Lehrer zu geschickt werden können. 

Es ermöglicht der Lehrperson, ein pädagogisches Heranführen an Chatsysteme, sodass die Schülerinnen und Schüler über mögliche Gefahren usw. aufgeklärt werden. In Diskussionsforen können Gleichaltrige sich über schulische und außerschulische Themen austauschen und sich gegenseitig helfen. Das bedeutet, Schüler lernen von Schülern. Ergebnisse können dort in geschützten Bereichen für Klassen und Gruppen veröffentlicht werden. 

Durch den sozialen Druck der Gruppe kann es zu Situationen kommen, in denen die Schüler sich nicht trauen, bei Verständnisschwierigkeiten im Unterricht nachzufragen. In den Chats können diese Fragen von Gleichaltrigen beantwortet werden, ohne dass es eine hohe Anzahl an Schülern und Lehrern mitbekommt. Tafelbilder und ähnliches können abfotografiert und bei Iserv hinein gestellt werden. Somit können die Schülerinnen und Schüler die besprochenen Themen leichter wiederholen und üben.  Den Lernenden ist auch möglich in Partner- oder Gruppenarbeiten an einem Textdokument gemeinsam zu arbeiten. Vorgenommene Änderungen werden allen Gruppenteilnehmern sofort angezeigt. Das bedeutet, dass ein gleichzeitiges Arbeiten am selben Dokument möglich ist. Das Drucken von den erarbeiteten Dokumenten kann auch jederzeit von zu Hause erfolgen.  Iserv ermöglicht der Lehrperson, im Unterricht alle Arbeitsplatzrechner im Überblick zu behalten. Der Internetzugriff ist individuell steuerbar. Darüber hinaus kann der Lehrer alle Rechner sperren, sodass die gesamte Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler gewährleistet ist. Weiterhin wird durch die Rechnersteuerung das Erklären von Arbeitsschritten unterstützt, indem alle Lernenden auf ihrem Bildschirm die Abläufe verfolgen können, die der Lehrer auf seinem Rechner demonstriert. Es findet somit das Lernen am Modell statt. Nachdem die Lehrkraft es exemplarisch vorgestellt und erklärt hat, kann sie die Schülerrechner wieder freischalten und die Lernenden setzen das Gelernte um. 

Ein Terminkalender verschafft den Schülerinnen und Schülern einen guten Überblick über die nächsten Arbeiten, Ausflüge, Geburtstage usw. Die Termine können somit für alle Beteiligten besser koordiniert werden. 

Im Vertretungsplan-Modul wird dem Lernenden nur die Informationen angezeigt, die ihn selbst betreffen. So erhält er einen guten Überblick über Vertretungen und Unterrichtsausfälle und kann dementsprechend seinen Alltag planen und strukturieren.

Darüber hinaus unterstützt Iserv die Medienerziehung. Der Computer wird somit als zusätzliches Medium in der Schule genutzt und die Schülerinnen und Schüler werden anfangs unter der Begleitung der Lehrkraft an den Computer herangeführt. Dies ermöglicht eine optimale Aufklärungsarbeit. Es unterstützt vor allem die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler, die in der heutigen Zeit signifikant ist.

Die Schule kann im Netzwerk Zugänge zu Kooperationspartnern schaffen, sodass die Schülerinnen und Schüler beispielsweise an den Opac mit unserer kooperierenden Bücherei herangeführt werden können. Dieses erste Heranführen an das Recherchieren nach Büchern bzw. Themengebieten unterstützt das nachhaltige Lernen, da diese Methode in der Weiterführenden Schule und an der Universität eine signifikante Rolle spielt.  Da die Grundschule zusehends bürokratischer und alles Relevante auf Papier dokumentiert werden muss, kann mithilfe von Iserv dem in bestimmten Bereichen entgegen gewirkt werden. Somit bleibt es für alle Beteiligten überschaubarer.
 
4. Qualifizierungsstand des Kollegiums

Alle Lehrer verfügen über einen ausreichenden Kenntnisstand über das Textverarbeitungsprogramm „Open Office“ und über die in unserer Schule genutzten Lernsoftware „Blitzrechnen“ und „Lernwerkstatt 9“. Sie sind darüber hinaus geschult in schulinterne Programme: Zeugnisse schreiben über Teacher’s little helper (TLH).  Regelmäßig trifft sich die Grundschule Wendlandstraße mit den benachbarten Schulen im Schulverbund, um über fachliche Themen zu sprechen. Dabei spielen Neue Medien bei den Besprechungen eine signifikante Rolle.

5. Öffnung der Schule/ Transparenz schaffen
 
Die Grundschule Wendlandstraße hat ein Schulprogramm erarbeitet, welches in den nächsten Jahren umgesetzt werden soll. Unter anderem steht die Öffentlichkeitsarbeit im Fokus. Seit Februar 2017 verfügt unsere Schule über eine neue, moderne und überarbeitete Homepage, die von Lehrern, Eltern und Schülern gleichermaßen genutzt wird. Um eine optimale Transparenz für alle Seiten zu schaffen, bedarf es weiterer technischer Programme. Mithilfe des Schulservers Iserv wird „eine neue, flexiblere und individuellere Art des Lehrens und Lernens ermöglicht“ (https://iserv.eu/ - Aufruf: 10.03.2017). Eltern können somit noch mehr Teilhaben am Schulleben, bspw. erhalten sie früh möglichst Einblick, ob Unterrichtsstunden ausfallen, ihre Kinder früher abgeholt werden können usw. Die Kommunikation zwischen Eltern und Lehrern wird verbessert. Spontane Aktionen und Meldungen, die die Elternschaft einer ganzen Klasse betreffen, können über Iserv leicht kommuniziert werden. Der interne Austausch im Kollegium vereinfacht sich. Einladungen zu Dienstbesprechungen und Konferenzen können somit leichter überbracht werden. Um der Masse an Papier entgegenzuwirken, schaffen solche Plattformen einen übersichtlicheren und transparenteren Einblick in das alltägliche Schulleben für alle.  
 
6. Datenschutz
 
Schülerdaten sind sensible Daten, dennoch müssen Lehrer zur Lerndokumentation sensible personenbezogene Daten verarbeiten. Hier bietet Iserv mit seinem Browserschutz und der Firewall beste Möglichkeiten, um alle Aspekte des Datenschutzes einzuhalten. Das ermöglicht den Kollegen, alle Vorgaben der verpflichtenden Datenschutzerklärung einzuhalten.  
 
7. Ausblick
 
Ein großes Ziel wird es sein, die einzelnen Programme miteinander zu verknüpfen, sodass ein Zugang zu Iserv über die Homepage erfolgt. Der Vertretungsplan und aktuelle Informationen für Schüler, Eltern und Lehrer sollen über Flachbildschirme in der Haupthalle und im Lehrerzimmer visualisiert werden. Damit ist gewährleistet,
dass nichts Wesentliches in der Papierflut untergeht und somit eine optimale Transparenz geschaffen wird.
 
Die Grundschule Wendlandschule verfolgt in Bezug auf die Medienerziehung drei Ziele:

1. Schulung der Kompetenzen bei den Schülerinnen und Schülern: 

- Bis Sommer 2018 soll jeder Schüler der GSW über die Klassenlaptops und der darauf installierten Lernsoftware erste Erfahrungen mit der Steuerung eines PC haben.

- Alle Schüler der dritten und vierten Klassen lernen ab dem Sommer 2018 den Umgang in Chatforen kennen. Dabei soll neben der Möglichkeit des Chattens in der Schule auch ein geschützter Raum zum Üben zu Hause zur Verfügung stehen.  (Iserv)

2. Schulung der Kompetenzen bei dem Kollegium.

- Bis 2020 sollen alle Kollegen soweit sicher im Umgang mit dem Computer sein, dass sie sich mit den Kindern eigenständig am PC orientieren können und ihre Lernsoftware verwalten können.

3. Ausbau einer verlässlichen technischen Infrastruktur bis 2020.